„Eine harte Migration“ - so bezeichnet die Telekom die kürzliche Kündigungswelle, von der bereits mehr als 20.000 Geschäftskunden betroffen sind.

"Im Rahmen der IP-Migration müssen Verträge angepasst werden, da sich das Leistungsspektrum ändert“ sagte Telekom-Sprecher Andreas Fuchs gegenüber Golem.de. Weil viele Kunden nicht auf die entsprechenden Kontaktversuche der Telekom reagiert hätten, wurde ihnen nun der Vertrag gekündigt. Die negativen Wachstumsraten bei Breitband-Anschlüssen im letzten Quartal seien vor allem der hohen Zahl dieser „sogenannter harter Migrationen“ geschuldet, so Telekom-Finanzchef Thomas Dannenfeldt .

Im zweiten Quartal 2017 waren 20.000 Kunden von der groß angelegten Maßnahme betroffen. Die Umstellung wurde jedoch schon 2016 breit angekündigt. Wenn der Kunde mehrfache Kontaktversuche unbeachtet lasse, sei die Telekom gezwungen, den Vertrag zu kündigen, da die ursprünglich vereinbarte Leistung in dieser Form nicht mehr angeboten werden könne, sagt Telekom-Sprecher Fuchs. "Über die Motive der Kunden, nicht zu reagieren, kann man spekulieren. Ein schlichtes Übersehen unseres Anliegens kann man aber bei der Vielzahl der Kontaktversuche wohl ausschließen".

Spätestens Ende 2018 will die Telekom die Umstellung von der analogen auf die IP-Telefonie abgeschlossen haben. Dann sollen alle Netze des Konzerns auf All-IP basieren, was den zentralen Betrieb vereinfacht. ISDN und analoge Anschlüsse gehören dann in der Geschäftstelefonie der Vergangenheit an.

Die Telekom setzt mit der Kündigungswelle nun klare Zeichen. Höchste Zeit also, sich um die IP-Umstellung zu kümmern und die Migration fachmännisch vornehmen zu lassen, bevor die Telekom den Vertrag kündigt.


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